Musikbilder ab 2017

 


 

 

Die Mystery Lights aus New York traten am 28.2.2017 im Kreuzberger Privatclub auf. 4 Kids um einem Organisten verstärkt. Sie sind mindestens 40 Jahre jünger als wir. Die Musik läuft unter Psycho-Rock, was in etwa auch zutrifft. Die Zeit der illegalen Drogen scheint an der Band vorbei gelaufen zu sein. Eingeheizt wird bei ihnen mit ordentlich Schnaps (aus der Flasche) und Bier. Wahrscheinlich verhinderte dies ihr Wachstum, die 4 sind recht klein. Musikalisch ging die Post ab, auch sehr laut, wieder 50 Hertz weniger an der oberen Hörgrenze bei mir. Das Publikum war altersmäßig gemischt, aber wohl niemand unter 30, mit nach oben offener Grenze. Alle Gäste waren sehr freundlich, jedes Lächeln wurde erwidert. Nach einem gelungenen Konzert ging es mit summenden Ohren heimwärts.


Berlin Soul'n Beat Allniter

Lange Nacht im Quasimodo am 4/5.3.2017 in Berlin-Charlottenburg. Chill Factor,  BeatORGANization und The What…For! spielten auf.


Chill Factor

 

BeatORGANization


Urs Zelle


Stephan Schulz


Mike Strauss


Pete Johannsen


Martin Küchler, Stephan Schulz


Nachdem wir uns durch die beiden Vorgängergruppen etwas durchgequält hatten, traten kurz nach Mitternacht die What…For! auf. Sie sind seit über 3 Jahrzehnten eine feste Berliner Größe. Mein erster Gedanke war, im Gegensatz zu uns werden sie nicht älter. Deshalb habe ich mir die Vinyl-LP von 1989 hervor gekramt. Nun ja, meine Erinnerung ist etwas getrübt. Die What…For! lieferten ein wunderbares Konzert ab, voller Spielfreude. Natürlich wurde auch Jockel von den Boots erwähnt, der ja vor 14 Tagen verstorben ist. Als als Zugabe "Gloria" erklang, kullerten bei mir die Tränen. Die Boots hatte ich im September 2005 genau auf der selben Bühne gesehen. Damals lebten noch 3 von 5 Bandmitgliedern, jetzt ist es nur noch einer. Organisator des Konzerts im Jahr 2005  war Günter Schmidt, der diesmal auch bei den What…For! mit dabei war. Sie erklären sich ja auch als eingefleischte Boots-Fans.

Günther Schmidt, bei den Boots, 2005

 

Günter Schmidt, 2017


Für die Fotofans, Günther fotografierte mit seiner klassischen Nikon mit einem 400 ASA Film, also analog. Der Film erwies sich wohl als etwas zu lichtschwach.

Mittsommer, Sonnenwende, der 21. Juni 2017. Wir wir waren auf der Fete de la Musique, erst am Mierendorffplatz in Charlottenburg und dann an der Schwartzschen Villa im Heimatbezirk Steglitz.

Angela, Blue for You


Angela, No Fences


2 atemberaubende Sängerinnen mit 2 tollen Bands im Hintergrund.


Lynx Lynx und The See No Evils

Am 6. Oktober war im Bassy Club, Schönhauser Allee in Prenzlauer Berg, ein Konzert angesagt. Lynx Lynx aus Dortmund und The See No Evils aus Leeds sollten aufspielen. Wir waren, trotz des vorhergehenden Orkans über Berlin, 10 Minuten vor Öffnung vor Ort. Einlass sollte um 21 Uhr sein. Kurz vor 21 Uhr traf der verrostete Band-Bus ein. Früher hätte man gesagt, er wäre auf der Interzonen-Autobahn aufgehalten worden. Der Club öffnete 15 Minuten später, wegen des notwendigen, verspäteten  Soundchecks. Als wir endlich eingelassen wurden, sind wir in die Lounge umgeleitet worden. Nix Veranstaltungsort, alles wie in alten Zeiten. Rockkonzerte starten nie pünktlich. Unseren Freund Mike als geübten Konzertgänger lies das kalt. Um 22 Uhr durften wir dann in den Saal. Die Veranstalterin, Suzy Creamcheese legte bis 23 Uhr ausgesucht gute Sechziger-Jahre-Platten auf. Die hätte ich auch Zuhause hören können. Gegen 23 Uhr wuselte es dann auf der Bühne und Lynx Lynx legten los. Kurz nach Mitternacht ging dann der Haupt-Act mit den See No Evils los. Beide Gruppen sind unter Garagen-Rock einsortiert. Ich würde sie eher unter gemäßigten Neo-Punk einsortieren. So richtig toll war es nicht. Für mich waren die Deutschen leicht besser, der Sänger der See No Evils war indisponiert. Der Gitarrist machte als Pummelchen auf Paul McCartney, kehrte allerdings dem Publikum oft den Rücken zu. Obendrein vergriffen sie sich noch an meinem Rockstück, der Rockstücke, „Gloria“. Sie haben es regelrecht verhunzt, das geht gar nicht. Da lobe ich mir die gefühlvolle Variante vom, diese Woche verstorbenen Tom Petty. Wieder ein naher Einschlag, Tom Petty war so alt wie ich.  Wenig inspiriert waren wir kurz nach 2 Uhr Zuhause.

Lynx Lynx
Lynx Lynx
See No Evils


See No Evils


Diesmal, entgegen meinen Gewohnheiten in SW, wegen des grauslichen Bühnenlichts.


Wir waren am 21. März 2018 in der Ausstellung:

Underground und Improvisation. Alternative Musik und Kunst nach 1968

Ausgestellt wurden Bilder und Gegenstände der alternativen Szene im ehemaligen Ostblock und Plattencovers, Musik und Fotos des Freejazz-Labels "Free Music Produktion". Die tollen Fotos von den Konzerten stammten aus dem Apparat der Frau des FMP-Geschäftsführers Jost Geber. Es war eine schöne Erinnerung an die Konzerte von beispielsweise Jeanne Lee und Gunther Hampel in der Schaperstraße, Anfang der Siebziger. Richtige Freejazz-Fans waren wir allerdings nie. Live ja, aber nicht aus der Konserve. Man hätte sich in der Ausstellung einen IPad mit allen Produktionen von FMP ausleihen können, verbunden mit einem Freifahrtschein in die Klapsmühle. Eine schöne Anekdote ist von Peter Brötzmann, der auch mal auf einem Gartenschlauch blies. Er wurde in den Sechzigern zu den Berliner Jazztagen eingeladen, unter der Bedingung, im schwarzen Anzug aufzutreten. Er lehnte ab. So wurde er wieder ausgeladen. Man stelle sich vor, die späteren Etno-Jazzer hätten im Kleinen Schwarzen statt im bunten Folklore-Outfit auftreten sollen. Undenkbar, selbst die Jazzszene war in der Sechszigern spießig, wie der Rest der Republik.

Globe Unity Orchestra, 1982 Musik ==>


FMP-Ausstellung, im selben Raum haben viele Konzerte des Labels stattgefunden

 

FMP-Plattencovers


Hightech Equipment


Sicher hat Peter Brötzmann auf einem ähnlichen Schlauch geblasen


Gitarre aus dem Ostblock


Wird fortgesetzt


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