Fotoreise in die Schweiz, 2. Oktober bis
11. Oktober 2025
Donnerstag, 2.10.
Früh um 4:15 aus den Federn. Mit der Taxe zum U-Bahnhof Berliner Straße, um dem größten Umsteige-Zirkus zu umgehen. Der Fahrstuhl zur U-Bahn defekt, toll. Den Rollator, den schweren Koffer runtergebuckelt. Zum Glück kann Bärbel Treppen gehen. Mann, richtig Behinderte sind mit so etwas aufgeschmissen. Zeitig in Spandau, noch einen Kaffee und auf den Zug gewartet, der pünktlich kam. Viele hilfreiche Hände unterwegs. 10 Minuten zu spät in Basel, Schweizer Bahnhof. Fahrstühle funktionierten und wir hatten 30 Minuten zum Umsteigen. Die Toilette in unserem Anhänger ist defekt und ich dachte, das gibt es nur bei der DB. Pünktlich in Chur, Andreas kam auf den Bahnsteig. Abendbrot bei Racheters, die wir von unserer Reise nach Island und Grönland kennen, und danach in die romantische Altstadt von Chur.
Freitag, 3.10.
Reinhard Peiker zum Neunzigsten gratuliert. Mit der Schmalspurbahn in einer Stunde nach Arosa. Schön an einem See gelegen. Der Ort scheint nur aus Hotels zu bestehen. Mit der Seilbahn ging es auf das 2663 m hohe Weißhorn, mit Blick auf 600 bis 1000 Alpengipfel. Großartiges Wetter. Man konnte bis zur Bernina sehen und auch die Walliser Gipfel. Abends ging es ins Restaurant Drei Könige zum Essen, Schweizerpreise. Ich habe Capuns, eine Bündner Spezialität, gegessen.
Samstag, 4.10.
Ausgiebig mit Ivana gefrühstückt. Andreas musste zu einer Veranstaltung. 14:26 auf den Glacierexpress nach Brig. Zuerst am oberen Rhein entlang, dann durch die Berge, über den Oberalp-Pass und durch den langen Tunnel unter dem Furka-Pass. Pünktlich in Brig und noch 6 Minuten mit dem Zug nach Visp. Der Kondukteur schickte uns über den niedrigen Einstieg in die 1. Klasse, die Kontrolleurin maulte uns an. Das nächste Mal … Eine gute ¼ Stunde durch den leichten Regen bergauf zum Hotel. Das Bonbon-Pflaster war hinderlich für den Rollkoffer. Eckart war schon gestern hier und hat zur Sicherheit unseren Zimmerschlüssel in Empfang genommen, falls wir nach 20 Uhr angekommen wären. Manfred kam später und bekam erstmal keinen Schlüssel und auch keine E-Mail mit dem Code für diesen. Zum Glück klärte es sich über die Notfallnummer. Wir sind mit Eckart noch zum Essen in das Restaurant Terrasse. Unfreundliche Bedienung, aber eine nette Chefin.
Sonntag, 5.10.
Mit dem Bus zur Moosalp, auch Busse sind teuer in der Schweiz. Bärbel ist mitgekommen und hat an der Moosalp fotografiert und ist dann mit dem Bus zurück ins Tal. Eckart, Hartmut, Manfred und ich sind einen ebenen Wanderweg, hoch über Stalden, gelaufen. Nach 5 km bin ich umgekehrt, die anderen sind noch etwas weiter. Wir sind aber gemeinsam mit dem Bus zurück.
Montag, 6.10.
Morgens los mit dem Bus nach Saas Fee. Wir waren zuletzt 1990 dort und haben die Berge unsicher gemacht. Achim hatte damals einen Bergunfall, der hier gleich um die Ecke im Spital endete. Wir hatten Bombenwetter. Die uns gut bekannten Gipfel standen fast wolkenlos vor uns. Allalinhorn, Alphubel, Nadelhorn, Weißmies, Lagginhorn und Fletschhorn sind uns persönlich bekannt. Wir waren zwischen 1978 und 1990 dort oben. Alle sind 4000er, bis auf das Fletschhorn, dem 3 m an der magischen Grenze fehlen. Was wäre ich gerne noch einmal auf dem Allalinhorn. Wir sind durch Saas Fee geschlendert, während die anderen einen Höhenweg einschlugen, der aber keine zusätzlichen Ausblicke brachte. Die neue Brücke zur Felskinn-Seilbahn entpuppte sich als weniger störend, als befürchtet. Bärbel und ich sind dann mit dem Bus nach Saas Grund hinuntergefahren, um noch mal unsere alten Quartiere anzuschauen. Viel hat sich nicht verändert, außer dass ein hässlicher grauer Kasten am Sportplatz gebaut wird. Das Restaurant Dom hat einen neuen Namen, der verblasste Schriftzug ist noch an der Hauswand zu sehen.
Am Nadelhorn wäre mein Leben 1983 beinahe zu Ende gewesen.
Dienstag, 7.10.
Auf nach Zermatt. Die 3 anderen sind 2 Stunden früher, wegen des Lichts, los. Kaum aus der Bahn gestiegen, begrüßte uns das wolkenlose Matterhorn. Wir sind dann gemeinsam mit der Standseilbahn zur Sunnegga. Kleinmatterhorn, Breithorn und das Matterhorn waren zum Greifen nahe. Kein Wölkchen am Himmel. Wir sind dann um den Leisee gelaufen, für Bärbel eine echte Herausforderung, weil es über Stock und Stein ging. Danach noch ein Spaziergang durch Zermatt. Tolle alte Häuser, aber viel Trubel. Auf dem Bergsteigerfriedhof die vielen Gräber der Opfer des Matterhorns besucht. Manfred getroffen und mit ihm den Zug nach Visp genommen. Die anderen kamen nach. Abends gemeinsam im Hotel gut gegessen.
Mittwoch, 8.10.
Mit dem Zug nach Fiesch und mit zwei Seilbahnen auf das Eggishorn gefahren, knapp 3000 m hoch. Das letzte Mal waren wir 1978 dort oben. Damals noch zu Fuß, das Geld hätte für die Seilbahn nicht gereicht und es gab sie wohl auch noch nicht. Tolle Aussicht auf den großen Aletschgletscher. Der Gletscher ist ganz schön geschrumpft. Bärbel und Manfred sind an der Bergstation geblieben. Eckart und ich sind über glatte Platten die ca. 150 m zum Gipfel gekraxelt. Richtig trittsicher bin ich nicht mehr. Bestes Bergwetter, wir haben Glück in diesem Herbst. Auf der Rückfahrt haben Bärbel und ich noch einen Zwischenstopp in Brig eingelegt. Große Veränderungen zu damals konnten wir nicht entdecken. Es gab ein Kinderfest im Hof des Stockalper-Palasts. Abends sind wir alle ins Restaurant Terrasse gegangen. Wieder die sehr unfreundliche Bedienung, die nicht einmal Zeit für getrennte Abrechnungen fand.
Donnerstag, 9.10.
Die anderen sind früh zum Monte-Moro-Pass, wir später ins Brigerbad. Wir sind durch Bärbels Schwerbehinderung billig hineingekommen. 38 Franken und ich als freie Begleitperson, statt 100 Franken, sehr großzügig. Das Bad war früher nur ein Freibad, mit Thermalgrotte. Inzwischen ist es ein Riesenbad, mit Sauna, sehr schön. Um 18 Uhr sind wir direkt vom Bus zum Swiss Thai, wo wir die anderen getroffen haben. Sie sind nicht zum Pass gekommen, es lag zu viel Schnee, der sehr glatt war.
Freitag, 10.10.
Um 10:12 vom Spital mit dem Bus hoch nach Visperterminen. Mit 3,20 Fränkli war die Fahrt richtig billig. Der 1000 m hohe Ort hat viele alte, dunkle Holzhäuser in schmalen Gässchen, Fotomotive ohne Ende. Eckart ist nach Gspon zur Seilbahn gelaufen, Manfred und Hartmut sind ins Tal zu Fuß, Bärbel und ich mit dem Bus. Im Hotel noch die Bilder bearbeitet, den Koffer und Rucksack gepackt und abends gemeinsam ins Tea Room zum Raclette-Essen. Der Wirt und 2 Freunde machten Musik. Leider keine Stubenmusi, sondern schnulzige Schlager. Die Stimmung war trotzdem gut, das reichliche Essen auch.
Samstag, 11.10.
Der Wecker holte uns um 6 Uhr aus dem Tiefschlaf. Das Hotel hat uns ein großzügiges Lunchpaket statt Frühstück spendiert. Pünktlich am Bahnhof und noch Zeit für einen Kaffee. Damit konnten wir unsere restlichen Münzen ausgeben. Der Zug nach Basel SBB ging pünktlich. 2 Minuten früher in Berlin, die DB macht sich.










































