Fotografien & Texte

Bilder über die Jahre

Seit vielen Jahrzehnten fotografiere ich. Früher hauptsächlich auf Reisen, nach meinem Eintritt in den Ruhestand 2011 auch häufiger zu anderen Gelegenheiten. Alles nur aus reiner Freude am Fotografieren. Mein Geld würde ich damit nicht verdienen wollen und können. Eher gebe ich etwas zu viel für das Fotografieren aus. Ich genieße meinen Ruhestand und habe glücklicherweise mein Auskommen.

Es geht in meiner Homepage rund um die Fotografie, was mir so Spaß macht und nachdenkliches. Anregungen und Kritik zu Fotos, Texten und der Homepage werden gerne über EMail oder Gästebuch angenommen.

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Bildergalerie

Anfang 2004 kaufte ich mir eine Leica-Digilux 2, meine erste digitale, als Ergänzung zu den analogen Leicas  M6 und M7. Damit hatte sich bei mir das Ende der analogen Fotografie angekündigt, die analogen stehen jetzt in der Vitrine. Hier folgt nun eine Auswahl unserer analogen / digitalen Fotografien. 14 verschiedene Kameras, eine Panasonic ist mit dabei, von der es allerdings auch eine Leicavariante, in einem etwas anderen Design, gab (die Digilux 3, auch Presskohle oder Brikett genannt). Ich bin bald danach reumütig zu originalen Leicas zurückgekehrt, weil das von Panasonic gefertigte Objektiv ständig kaputt war. Nun ja, die Digilux 2 war auch von Panasonic gefertigt, aber von ganz anderer Qualität. Die alten Analogen sind auch nicht von Leica. Dazu fehlte mir damals noch etwas das Geld.


Diese Rückschau ist ein kleiner Querschnitt durch die letzten Jahrzehnte meines Lebens. Reisen, Musik, Arbeit, Kultur und auch etwas Geschichte sind dabei. Die Bilder sind, bis auf wenige Ausnahmen, in chronologischer Reihenfolge sortiert.















 Analoge Bilder 1970 bis 2003


Ein frühes Bild von Bärbel, wir haben uns 1969 kennengelernt. Die S-Bahn war damals auch etwas Besonderes. Sie fuhr nicht im Verkehrsverbund, wie man es heutzutage gewohnt ist. Westberlin war anders. Die S-Bahn gehörte der DDR, daneben gab es die BVG. Man konnte nicht etwa umsonst von der BVG in die S-Bahn umsteigen. Man brauchte getrennte Fahrscheine, wobei die S-Bahn recht billig war. Die Bediensteten der S-Bahn waren Angestellte der DDR-Reichsbahn mit allen Nachteilen, die man sich vorstellen konnte. Z. B. durften sie nicht von Westberliner Ärzten versorgt werden, sondern mussten in eine eigene Poliklinik in Kreuzberg. Wenn es etwas Ernstes war, mussten sie in ein DDR-Krankenhaus. Westberlin war schon ein sehr seltsames Konstrukt. Das Entscheidende war jedoch, dass ich Bärbel kennengelernt hatte. Was alles hinter so einem Bild steckt! Ich war zu dieser Zeit immer noch im Jugendwohnheim.

Bericht "Jugendwohnheim Kruppstraße" ►


 


Bärbels erste eigene Wohnung im Haus von Familie Ehestädt in der Lankwitzer Nicolaistraße. Der Blick in den Garten vom großen Balkon. Leider steht das Haus nicht mehr, es ist einem Wohnblock gewichen.

 


 


Da DK0TU ein Amateurfunk-Verein ist, ist eine jährliche Mitgliederversammlung Pflicht. Im Vordergrund Bernd, mit dem ich zusammen 1975 meine Amateurfunk-Lizenz gemacht hatte. Er ist leider an einem Stromschlag gestorben.



Unsere Funkfreundin Sylvia, DL7WM verabschiedet Walter, unserem guten Geist an der Technischen Universität. Er war Mechaniker am Institut für Eisenbahntechnik. In seiner Werkstatt wurde viel von uns für die Clubstation gebaut, auch von mir. Er selbst war kein Amateurfunker. Auch er ist schon lange tot. Sylvia ist am 3. Oktober 2020 verstorben.

 


Ab und zu bekoche ich meine Freunde. Im Vordergrund Carsten, Bärbel und Achim. Mann, waren wir da noch jung. Im Hintergrund mein Schreibtisch und Arbeitsplatz zu Hause. Ja, einen Computer hatte ich schon seit 1983. Damals war der noch selbst gebaut, das ging später nicht mehr. Das flache Gehäuse, rechts neben Bärbels Schulter, unter dem Oszillografen ist ein Selbstbau-Computer. Diesen habe ich unter Hobbys beschrieben.

 


Die Straße nach Kleinbeeren auf meiner ersten Radtour durch die DDR, mit meinem Freund Achim. Es war unmittelbar nach der Grenzöffnung nun auch für Westberliner Radfahrer. Kleinbeeren liegt kurz hinter der südlichen Berliner Stadtgrenze. Radfahrer galten lange Jahre als so subversiv, dass sie nicht mit dem Fahrrad in die DDR einreisen durften. Auch Westberliner haben mit der Wende neue Freiheiten dazu bekommen.



Der Abbau des Schlagbaums vor Dreilinden. Früher wurde hier nach dem Personalausweis genestelt. Hier sind viele Millionen Autos durchgefahren. Der sowjetische Panzer auf dem Sockel im Hintergrund ist später einer Baumaschine gewichen. Ein wirklich historisches Bild. Ich war zufällig dort, niemand anderes hat es fotografieren können. So friedlich und unauffällig, im Gegensatz zum Abbau der polnischen Schlagbäume, 1939 durch die deutsche Wehrmacht.

Bericht "Kurze Gedanken über die deutsche Wende" ►



Die schöne Sakrower Heilandskirche war für uns Westberliner jahrzehntelang nur von Moorlake aus, über die Havel hinweg, zu sehen. Sie war zum Greifen nahe und trotzdem im Grenzgebiet unerreichbar. So war es nur selbstverständlich, dass uns eine der ersten Radtouren bei schönem Wetter in die DDR dorthin führte. Für mich ist die Erreichbarkeit der Heilandskirche ein Attribut der Deutschen Einheit. Am 13. Dezember 1989 läutete, erstmals nach 28 Jahren wieder ihre Glocke.

 


Ein amerikanischer Infanterie-Major als Mauerspecht. Jetzt war der antifaschistische Schutzwall wirklich am Ende.

 


Deutsch-Deutsches Treffen bei Nebel und Schnee auf dem Brocken. Sogar meinen Anwalt für Fahrradfragen / Unfälle habe ich am Buß- und Bettag dort oben getroffen



Es war viel zu tun in Bärbels neuer Wohnung, auch die Küche wurde entkernt. Letztendlich ist jedoch alles sehr schön geworden, das war allerdings anfangs nicht so ersichtlich.



Nach 26 Jahren haben wir geheiratet. Kaum im Stand der Ehe setzt es schon die ersten Hiebe.



Unsere Übungsleiterin Silke hört den Begriff "Seniorenturner" nicht gerne. Das Bild ist von 2004 und der harte Kern ist immer noch dabei. Die Ruheständler überwiegen inzwischen in unserer Gruppe, das war 2004 natürlich noch nicht so. Wir turnen üblicher Weise in der Halle, die aber in den Schulferien geschlossen bleibt. So haben wir uns einige Male im Sommer im Park getroffen. Dieses Bild ist mit Bedacht ausgewählt. Viele unserer Mitturner/innen mögen keine Bilder von sich im Internet.