Fotografien & Texte

Musikbilder bis 2016

 

Jazz in the Garden fand jedes Jahr im Garten hinter der Neuen Nationalgalerie in Berlin statt. Ein kleiner, aber feiner Veranstaltungsort, mit bekannten Jazzgrößen.

 

 

Oh ja, Gunter Hampels Galaxy Dream Band habe ich in guter Erinnerung. Das damalige Konzert in der Freien Volksbühne in Berlin-Charlottenburg war eine Sternstunde. Gunter Hampel scharte viele gleichrangige Musiker um sich, so Manfred Schoof und Jeanne Lee. Es war die Zeit, als Rockmusik und Jazz zusammenzuwachsen schienen. Es  ist dann doch nicht so gekommen und viele dieser Projekte landeten in der Sackgasse. Die Bilder, sind entgegen meinen Gepflogenheiten, in Schwarz-Weiß. Sie sind von Farbaufnahmen konvertiert, weil die Farben, durch das Alter der Dias und das Umgebungslicht der Aufnahme unerträglich sind. Auf jeden Fall war man damals noch nicht so pingelig mit dem Fotografieren auf solchen Veranstaltungen. Für mich waren die Aufnahmen immer privat und ich bin glücklich, dass ich sie habe. Wirkliche Erinnerungsstücke.


 

 

 

Ab jetzt sind die Bilder digital fotografiert, alle davor sind eingescannte Dias.


 

Konzert zum 40-jährigen Bühnenjubiläum der Berliner Boots. Für mich eines der besten Konzerte auf dem ich sein durfte. Musiker und Publikum waren ein Herz und eine Seele und auch in etwa in einem Alter. Keine Peinlichkeiten, wie bei anderen Rockmusikern aus den Sechzigern, die heute noch Musik machen. Angemessene Musik zum angemessenen Alter. Keine auf jugendlich getrimmte Hampelmänner im Rentneralter. Nur einer der ursprünglichen fünf Musiker lebt noch heute (2019).

 

 

Werner Krabbe ist Anfang 2013 verstorben.



Nachruf: Am Sonntag, den 19. Februar 2017 ist Jockel, Jörg Schulte-Eckel, Gitarrist der Boots, im Alter von 72 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben. Nicht wie sein Bandmitglied und Sänger Werner Krabbe im Bett, sondern beim Radfahren. Oh Mann, das ist für mich wieder ein sehr naher Einschlag. Die lebenden Musik-Helden meiner Kindheit und Jugend werden immer weniger. Fort sind sie damit natürlich noch lange nicht. Jockels schneidende Rockgitarre ist unerreicht geblieben. Sogar singen konnte Jockel, nur mit Werner Krabbe konnte er nicht mithalten. Er musste wohl öfter einspringen, weil Krabbe nicht immer zuverlässig war. Auch zum Jubiläumskonzert kam Krabbe erst um Mitternacht, dann jedoch kochte das Quasimodo. Aber auch Jockel war nicht immer der Zuverlässigste. So musste ein Studiomusiker bei der Aufnahme ihrer zweiten Platte einspringen. Als Jockel endlich ausgeschlafen im Studio erschien, waren die Aufnahmen schon im Kasten. Ja, das Musikerleben muss schon sehr aufreibend gewesen sein. Die Boots haben zwar kaum Musik selbst geschrieben, aber die Auswahl ihrer Stücke alter Bluesgrößen spricht für ihr gutes Gespür für den damaligen Zeitgeist. Nun ja, überwiegend war die Musik Mitte der Sechziger viel seichter. Gerade deshalb haben mich die Boots so begeistert. Sie und ich lagen wohl doch nicht ganz auf der Linie des Zeitgeistes. Mir persönlich liegt immer noch ihr Stück "Mama, keep your big mouth shut", eine Coverversion von Bo Diddley, aus persönlichen Anlass besonders am Herzen. Warum, kann und sollte ich hier nicht aufschreiben. Ihr bestes Stück ist allerdings "Gloria". Das beste Beat / Rockstück aller Zeiten, das die Boots am besten interpretiert haben. Ich besitze über 40 Interpretationen dieses Stücks als Konserve.

Farewell, Jockel!




Die Berliner What ... For! machen Rockmusik, die hundertprozentig meinen Geschmack trifft, wild und laut. Blues oder Beat, nix Heavy Metal.



Maggie's Marshmellows, 2014



Mit dem Pianisten Marco Sanna sind wir persönlich bekannt. Deshalb war dieses Foto in den Uferhallen in Berlin-Wedding möglich. Ein kleiner, aber feiner Veranstaltungsort für Kammermusik. Was dort in Privatinitiative aufgezogen wird, ist einzigartig. Von hier einmal mein Dank an den PIANO SALON CHRISTOPHORI, namentlich Christoph Schreiber, der neben seiner Arbeit die Uferhallen betreibt. Bitte weiter so!




 


 


 

Wir waren mit Hartmut zum Fotografieren bei der Probe der Swing-Gruppe Semolina in einem Rudower Bunker. Kurz gesagt, bei einer Bunkermucke.


 

Die Berliner Gruppe Bokkombo spielte am 23. September im Rickenbacker's auf. Ein mitreißendes Konzert, mit originell ausgesuchten Covers der letzten 50 Jahre. Wer sich für Rockmusik interessiert, sollte unbedingt mal hingehen. Es ist mit das Beste, was die elektrisch verstärkte Beatmusik in Berlin zu bieten hat. Hier konnte die neue Leica ihre Lichtstärke zeigen.

 


Die Welt steht auf dem Kopf, der Sänger, Tom Tiede trommelt, der Trommler singt